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Samstag, 17. September 2011

Wrestling Themes #4: Kevin Steen (RoH)


Kevin Steen hat sich, anlässlich seiner Fehde mit El Generico und dem damit verbundenen Heelturn, eine neue Theme zugelegt, die zu seinem geturnten Charakter passt. Um zu sehen, wie gut diese Theme zu Kevin Steens Heel gepasst hat, muss man die Geschichte der Fehde und Steens Motivation in dieser kennen.

Steen und El Generico waren lange Zeit Tag Team Partner und bester Freunde. Doch der ausbleibende Erfolg lies Steen verzweifeln. Er attackierte seinen einstigen Partner, sagte, er müsse ihn los werden, wie ein Alkoholiker Alkohol los werden musste. Kevin Steen war schon fast krankhaft davon besessen, seinen Tag Team Partner zu eliminieren, da er ihn schwach machen würde.

Kevin Steen hat diese epische Fehde sehr gut getragen. Er verkörperte diesen Man on A Mission zur Perfektion. Sowohl der epische Anspruch als auch die tragische Besessenheit finden sich in dieser Theme, die auf den ersten Blick nach einem Random Rock Song klingt, wieder. Unsetteling Differences eben.


Sonntag, 31. Juli 2011

Schon bemerkt? #4

Letzte Woche hat man zum ersten mal seit langem Michael McGuillicutty und David Otunga vor die Kamera gebracht. Die Nexus-Überbleibsel sind dabei zu der Theme von Justin Gabriel zum Ring gelaufen. Dies zeigt einem, wie wenig gedanken sich inzwischen um die Tag Team Champions gemacht werden, vor allem, jetzt wo Punk nicht mehr Nexus anführt ...

Donnerstag, 21. Juli 2011

Wrestling Themes #3: Sabu - Suicidal (TNA) (WWE) (ECW)

Homicidal, Suicidal, Genocidal – Sabu. Sabu ist ein (selbst-)destruktives Mysterium. Allein die Tatsache, dass er nicht redet, erschafft um ihn eine Aura des Unbekannten. Allein die Narben, die seinen ganzen Körper schmücken, unterstreichen dies.

Eine Theme muss immer das Treffen, was das Gimmick ausmacht. Leider passiert dies viel zu selten, und so stechen die wahrlichen Treffer erst richtig raus. Sabu verkörpert diese Mystik, welche durch seinen Turban und seine aus Bombay, Indien beschriebene Herkunft, weiter unterstrichen wird.

Die Theme ist eindringlich: der Rhythmus sagt aus, dass hier ein Mann kommt, mit dem nicht zu Spaßen ist. Er verspricht brachiale Gewalt, erinnert an Kriegstrommeln, erinnert an den Gang eines Gladiators in die Arena. Die Blasinstrumente, welche übrigens die orientalischen Vorfahren der eigentlich in Nordwest-Europa beheimateten Dudelsäcke sind, verleihen dem ganzen noch die exotische Mystik, die den Charakter Sabu umgibt.


Montag, 11. Juli 2011

Wrestling Themes #2: Stone Cold Steve Austin - Shattered Glass (WWE)(Disturbed)

Wohl keine Theme im Wrestling kann man mehr mit einer ganzen Ära im Wrestling assozieren, als die Theme von Stone Cold Steve Austin. Austin kam immer am ungünstigsten Zeitpunkt zum Ring – und wenn er kam, bedeutet dies nie etwas gutes. Ganz frei nach dem Motto: Arrive, Raise Hell, Leave.

Ein Auftritt von Austin musste daher auch, ebenso wie sein Finishing Move, der Stone Cold Stunner, aus heiterem Himmel kommen. Und so muss die Theme auch aus heiterem Himmel einen aufschrecken. Man kann sich hierfür kaum etwas besseres vorstellen, als zerspringendes Glas.

Nicht nur ist der Schreckmoment dadurch enorm: auf dem Boden zerklirrendes Glas erinnert sofort an eine Kneipenprügelei. Perfekt für Austin, den man nur zu gut als Bier trinkenden Brawler bezeichnen kann. Gespielt von Disturbed, welche zu dieser Zeit die heißeste Metal-Band der USA waren schreit diese Theme förmlich nach einem Hell Yeah!

Mittwoch, 6. Juli 2011

Wrestling Themes #1: Raven - Scream (TNA)

Es ist kein Geheimnis, dass Raven einer meiner absoluten Lieblingswrestler ist. Seine Arbeit am Mikrophon ist mit Kunst zu vergleichen, seine Psychologie im Ring ist durchdacht und sein Gimmick Facettenreich und trotz des Comiccharakters authentisch.
Raven ist eine gequälte Seele, deren Vergangenheit seinen Geist in eine tiefe Melancholie stürzte. Dies passte ganz gut zu dem unberechenbaren Grunge-Poeten, den er in den frühen Jahren verkörpert hat. Deswegen gab man ihm auch in der WCW sehr passend eine abgeänderte Akustikversion von Nirvanas „Come as you are“ als Theme. Passte schon ganz gut.

Doch Raven war schon immer mehr, und mit den Jahren wurde die andere Seite von ihm immer bedeutender: die düstere Seite. Raven war längst mehr, als nur ein gepeinigter Jugendlicher. Er war ein Genie, welches an dem eigenen Genius verrückt wurde. Krähen durchzogen seinen Wahnsinn. Der Raven-Charakter hat erstaunliche Parallelen zu Alex in Clockwork Orange. Eine Gemeinsamkeit, die Raven Anfang des 21. Jahrhunderts immer weiter ausarbeitete.

So wirkt die Theme, die Dale Oliver ihm für TNA gegeben hat, wie eine düstere und wahnsinnigere Version der alten WCW-Theme. Krähengeschrei wurde hinzugefügt, die Töne passend zum Wahnsinn verzerrt, der Klang finsterer inszeniert. Die Inspiration liegt deutlich bei seiner WWE Theme „End of Everything“, hat jedoch keine Spur von der brachialen Gewalt, sondern behält weiterhin die Melancholie. Und genau dieser Spagat ist es, der Raven zu einen der spannendsten Charaktere der Wrestling-Geschichte macht – und seine Theme so passend.