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Freitag, 23. September 2011

Road to Honor Guide Teil 2


Teil 2 des Road to Honor Guides. Übermorgen ist es soweit. D.h. die Zeit rennt uns davon, weswegen ich hier auch keine große Einführung texte sondern einfach weiter in die Materie Ring of Honor einführe.

Oft genug habe ich gesagt bzw geschrieben: Jay Lethal ist overrated. Schaut man sich jetzt jedoch seine Matches bei Ring of Honor an, so sieht man wie viel von seinem bisweilen verborgenen Talent er wieder zeigt.
Letztlich zeigte er sich als Verbündeter von dem, ebenfalls von TNA ausgewanderten Homicide. Dies führt zu jeder menge "Fuck TNA"- Chants.
Angekündigt ist Jay Lethal als erster Herrausforderer für El Genericos Television Titel.

Wie bereits erwähnt ist Homicide derzeit ganz gut mit The Embassy beschäfftigt. Bisher gelang es Homicide nicht (so viel ich weiss) einen klaren Sieg gegen die Mitglieder der Embassy zu gewinnen.
Dies liegt an dem großen Gefolge von Prince Nana, welches dazu beiträgt, dass Tomasso Ciampa bis zum heutigen Tage ungeschlagen ist. Wird Homicide einen Weg finden, dies zu ändern?
Homicide, für alle, die ihn nicht aus TNA kennen, ist ein Street Fighter, ein Gangster, ein Puerto Ricaner der sowohl im Highflying erprobt ist, als auch ein begnadeter Brawler.

Im Titelrennen um den ganz großen Titel der Promotion ist noch immer Eddie Edwards. Die andere Hälfte des unglaublich dekorierten Tag Teams "American Wolves", war der World Champion vor Davey Richards und hat den Titel vorher von Roderick Strong gewonnen.
Zwar ist die Freundschaft zwischen Eddie Edwards und Davey Richards ungebrochen, aber der Titel ist noch immer das größte Ziel - auch wenn der beste Freund ihn trägt.


Im Titelrennen der Tag Team Division führt gerade das Team, bestehend aus Rhett Titus und Kenny King - genannt All Night Express (kurz ANX). Der Name ist eine direkte Anlehnung und ursprüngliche Provokation in Richtung Jim Cornette, der Jahre lang das Team namens "Midnight Express" managte.
Die beiden verbindet nicht nur die Tatsache, dass sie beide Schüler der Ring of Honor Wrestlingschule sind, sondern beide auch Party lieben. Nach den Shows machen sie die Nacht zum Tag, schnappen sich Shots und Groupies feiern "all night long".
ANX wurden ursprünglich von Austin Aries gemanaged, doch nachdem dieser in Richtung FIP und TNA abwanderte und die beiden Heel-Rookies sich in einer Fehde gegen die Briscoes langsam aber sicher den Respekt der Fans verdienten, turnten sie nun Face.
Die Fehde zwischen ANX und den Briscoes ist einer der Hauptantriebskräfte in der aktuellen Tag Team Division. Diese Rivalität gipfelte schließlich bei Death before Dishonor IX in einem der blutigsten Matches in der Geschichte der Promotion, doch dazu mehr in meinem Death before Dishonor IX Review. Diese Schlacht konnten sie für sich entscheiden und damit eine Chance auf den Titel ergattern. Doch ob die Briscoes sich damit zufrieden geben ist mehr als fraglich.

Christopher Daniels dagegen braucht keine lange Einführung. Der Fallen Angel war und ist Ring of Honor par exellence. Wenn ihr seine Matches bei TNA mögt, wartet ab, was er bei Ring of Honor zeigt.
Hier ist er ein Heel und Anhänger des House of Truth und ehemaliger Television Champion.
Da er aber wieder verstärkt für TNA arbeitet, wird sich zeigen in wie weit er bei Ring of Honor in den kommenden Wochen noch präsent sein wird.
Der Name Fallen Angel und das ganze, leicht an Goth erinnernde Outfit kommt übrigens aus einer seiner ersten Promos bei RoH: er sieht sich selbst als ein Geschenk Gottes an das Wrestling Buisness an.

Spannend ist noch die Geschichte um Steve Corino & Jimmy Jacobs. Beide waren einst die verhasstesten Heels bei Ring of Honor. Steve Corino, bekannt als Veteran, der mit unfairen Mitteln spielte, beeinflusste und bekräftigte Kevin Steen in seinem Turn und seinem fanatischen Hass gegen seinen langjährigen Freund und Tag Team Partner El Generico. Es war Corino, der Steen immer weiter anstachelte, blutige Rache zu üben.
Jimmy Jacobs war Anführer von Age of the Fall, einem legendären Stable - nicht nur in Ring of Honor, sondern der gesamten Nordamerikanischen Indyszene. Namen wie Necro-Butcher, Tyler Black und Joey Mathews fanden sich in seinem Gefolge. Ihr Mission war eine radikale Revolution gegen das Establishment, gegen Ungerechtigekit usw, doch ihr wahres Ziel war schlichtweg Macht - um das ganze mal "kurz" zu fassen.
Beide behaupten von sich, geläuterte Menschen zu sein. Steve Corino versucht den jungen Wrestlern ein Vorbild zu sein und wird dabei von Jimmy Jacobs (der nun als sein Sponsor auftritt) unterstützt.
Keine unfairen Aktionen, keine Tricks - haben sie sich wirklich gebessert? Ihr Ziel ist es, Ring of Honor von dem Krebsgeschwür "House of Truth" zu befreien. Schaffen sie es?
Mehr über Jimmy Jacobs erfahrt ihr in meiner Rubrik "Lohnt sich!".

Jimmy Jacobs & Steve Corinos Pläne für Läuterung haben ein Hindernis, welches es in sich hat: Kevin Steen. Kevin Steen ist unberechenbar, Kevin Steen ist unkontrollierbar und Kevin Steen liebt es zu provozieren. Doch Kevin Steen kann es sich erlauben, denn er ist auch noch ein verdammt guter Wrestler. Nicht umsonst trägt er den Spitznamen "Mr. Wrestling".
Das einzige Problem ist bloss: Kevin Steen hat keinen Vertrag. Nachdem er im Dezember gegen El Generico in einem Mask vs Career Match verlor, ist er kein Teil der Promotion mehr. Ja, Ring of Honor zieht so etwas noch konsequent durch. Vor wenigen Monaten haben ihn dann Jacobs & Corino zum PPV "Best in the World" in den Ring eingeladen. Natürlich im Glauben, er hätte sich gebessert.
Doch Steen hat sich nicht geändert und seit diesem Tag sprengt er eine Veranstaltung nach der anderen. Um Kevin Steen am besten zu verstehen, schaut euch die Shoot-Promo in diesem Blog unter dem Titel "Kill Steen Kill" an.

So, Leute, noch einmal Road to Honor und schon ist die erste Sendung da.

Allons-y!

Mittwoch, 21. September 2011

Kill Steen Kill

Wer Ring of Honor "Death before Dishonor IX" gesehen hat (oder meinen Bericht darüber gelesen hat) der wird den Gastauftritt von Kevin Steen mitbekommen haben. Direkt nachdem er der Halle "verwiesen" wurde, verfasste er eine kleine Promo gegen Ring of Honor. Kevin Steen wandelt auf dem Pfad von CM Punk. And Marsl likes!


Ring of Honor - Death before Dishonor IX

Wenn ich bisher ein PPV-Bericht geschrieben habe, so war es doch immer für WWE oder TNA PPVs. Mit dem neuen TV-Vertrag von Ring Of Honor und dem hoffentlich damit verbundenen Wachstum der Promotion, will ich dies ändern und mit Death before Dishonor den Anfang machen.

Wir lassen jetzt einfach die Produktionsdetails wie z.B. die schlechte Ton-Qualität, die nicht gerade gelungen Kameraauflösung usw außen vor.
Was die Show zum einen besonders macht, es its Jim Cornettes Geburtstag und sie findet im Hammerstein Ballroom, einer legendären Wrestling-Location im Herzen von New York. Zum anderen lockt die Show mit zwei Matches: Roderick Strong vs Eddie Edwards & All-Night-Xpress vs The Briscoe Brothers in einem "Ladder War". Ein Leitermatch. Hmm, nix besonderes ... bei RoH schon. Ring of Honor steht für athletisches und reines Wrestling. Es fließt sehr, sehr selten Blut - und wenn, dann hat es etwas zu bedeuten. Und so ist es auch mit Gimmickmatches. Man darf gespannt sein. Doch mehr dazu später. Jetzt erstmal der Bericht, angefangen, mit dem Dark Match.



Grizzly Redwood vs Andy "Right Leg" Ridge
Das Match fängt mit dem typischen "Code of Honor" (sprich einem Handschlag) an und geht dann auch ziemlich schnell los. Sehr schnell zeigt der New Yorker Andy Ridge, warum sein Nickname "Right Leg" ist - sehr viele stiffe Tritte mit dem rechten Bein. Überhaupt ein sehr schnelles Match, welches sehr ausgeglichen war und am Ende doch Andy Ridge für sich entscheiden konnte. Ich bin überrascht darüber, wie sehr mich Andy Ridge an einen jungen Low-Ki erinnert.
Schnelles, knackiges Match - aber auch nichts wirklich besonderes.
Sieger: Andy "Right Ledge" Ridge
Note: 2,5

Briscoe Segment
Die Briscoe Brothers kommen in den Ring, bringen Leitern, Stühle, Tische in den Ring. Sie hypen sich und das Match. Jay Briscoe ist der eindeutig Charismabolzen der beiden Brüder und so ist auch die Promo wirklich gelungen. Nichts neues, nichts besonderes - aber gelungen.
Note: 2

Und damit geht auch schon die eigentliche Show los.

The Embassy (Rhino & Tomasso Ciampa) vs Homicide & Mystery Partner
Homicide verkündet, sein Partner sei Jay Lethal. Keine Überraschung. Und damit fängt Death Before Dishonor mit drei Wrestlern an, die TNA seit Hogans Ankunft verloren hat.
Ich bin beeindruckt, Lethal zeigt mehr als in seinen TNA Zeiten, Rhino macht einen impossanten Eindruck, auch ohne No-Sells, Homicide lässt mich Anarquia verfluchen und Ciampa kann bei den drei anderen mit halten.
Ein gutes Match für den Anfang, da es schnelle InRing Aktion und ein klares Heel/Face Schema hatte. Die Embassy konnte die Begegnung für sich entscheiden und mit einem Beatdown gegen Lethal & Homicide beenden.
Sieger: The Embassy /Rhino & Tomasso Ciampa)
Note: 2

Mike Bennett vs Shelton Benjamin
Shelton Benjamin ist ein begnadeter Athlet und damit perfekt für RoH. Mike Bennett wird von RoH als neue, große Hoffnung aufgebaut. Der arrogante Prodigy, der von den Fans verhasst ist und viele sagen, er sei overrated. Man kann riechen, er steht vor einem Breathrough. Man kann also sagen:  spannende Matchansetzung.
Ein solides Match, doch trotz Shelton Benjamin nichts besonderes. Ein Feelgood-Moment für alle Fans, schließlich hat Shelton Benjamin mit seinem Sieg Mike Bennetts Maul vorerst gestopft. Naja, da muss der Breakthrough erst noch mal warten.
Sieger: Shelton Benjamin
Note: 3

3 Way Elimination Tag Match: Future Shock vs Young Bucks vs The Bravados
Okay, Tag Team Action vom feinsten. Future Shock verdient seinen Namen, besteht es doch mit Adam Cole und Kyle O'Reily aus zwei viel versprechenden Talenten. Die Young Bucks dürften den meisten noch als Generation Me von Impact ein Begriff sein. Zwei Brüder, bei denen die Chemie ebenso wie das Skillset stimmt. Ach apropos Brüder, da wären noch die Bravados mit an Bord.
Das Match hält, was es verspricht: Tag Team Double Action Schlag auf Schlag. Hier ein Suicide Dive, da ein Moonsault, dort ein Baseballslide ... Klar, Hotspot-Gewitter ist ein einfacher Weg um Publikumsreaktionen zu holen (im Vergleich zum richtigen Worken) aber es macht trotzdem Spaß das anzusehen! Ein pures Vergnügen!
Sieger: Young Bucks
Note:1

Jimmy Jacobs vs El Generico
Was wie ein klassisches, technisches Wrestlingmatch angefangen hat, ist dank einem grandiosen Gastauftritt des Außenseiters Kevin Steens, welcher im totalen Chaos endete. Ich hatte Spaß bei diesem match, sowohl wegen den amüsanten Versuchen des geläuterten Jimmy Jacobs mit fairen Mitteln zu spielen, als auch wegen diesem sehr turbolenten und chaotischen Matchende. Ich weiss nicht, wenn TNA oder WWE ein solches Ende plant, dann wird das nie so glaubwürdig und intensiv wie es dieses mal wurde.
Sieger: No Contest
Note: 1,5

Charlie Haas vs Mike Elgin
Ich gestehe, ich kann mit Mike Elgin echt nichts anfangen. Er soll als Powerhouse aufgebaut werden? Er sieht nicht aus wie ein Powerhouse. Und Charlie Haas ist ein ausgezeichneter Athlet. Kein Wunder, dass dieses Match ausgegangen ist wie es ist. Im Vergleich zur restlichen Card war es nichts besonderes. Als Tag Team gefallen mir WGTT vieeeel besser.
Sieger: Charlie Haas
Note: 3

Ringmaster Challenge: Eddie Edwards vs Roderick Strong
Dieses Match dürfte eine technische Schlacht zwischen zwei der besten Wrestler bei Ring of Honor und von anfang an wusste man, es wird ein laanges Match sein. Die Ringmaster Challenge besteht aus mindestens zwei Matches: das erste kann man nur durch ein Cover gewinnen, das zweite nur durch Submission. Gibt es danach noch keinen klaren Sieger (als ob es das jemals geben würde) gibt es noch ein Ironman Match oben drauf.
Über 40 Minuten ging das ganze Spektakel. Es ist zwar geil anzuschauen, aber es zieht sich mit der Zeit. Daher: gute Kondition ist gefragt.
Sieger: Eddie Edwards
Note: 2


Ladder War 3: Briscoe Brothers vs All-Night-Express
Wenn ich das Match vorher als eine technische Schlacht bezeichnen würde, so ist der Mainevent einfach nur eine brachiale hardcore Schlacht. Ladder War ist ein klassisches TLC Match, hat aber den Ruf als das blutigste Match bei RoH.
Die Briscoes gingen als klare Favoriten ins Match, umso überraschender ist es, dass es diese aggressiven RoH-Veteranen nicht geschafft haben, sich den Sieg zu holen. Aber die Briscoes teilten tendentiel mehr aus.
Für jeden Geschmack war etwas da: vom derben Brawling, über Highflying bis hin zum inflationären Waffengebrauch - es war Krieg. Und am Ende lagen drei von vier Teilnehmern in einer Pfütze ihres eigenen Blutes um den verwüsteten Ring rum verteilt.
Sieger: All-Night-Express
Note: 1

Insgesamt dauerte der Payperview 2 Stunden und ein paar Sekunden. Davon waren 1:53h reine In-Ring Action.
Guter Payperview, Note: 2



Samstag, 17. September 2011

Wrestling Themes #4: Kevin Steen (RoH)


Kevin Steen hat sich, anlässlich seiner Fehde mit El Generico und dem damit verbundenen Heelturn, eine neue Theme zugelegt, die zu seinem geturnten Charakter passt. Um zu sehen, wie gut diese Theme zu Kevin Steens Heel gepasst hat, muss man die Geschichte der Fehde und Steens Motivation in dieser kennen.

Steen und El Generico waren lange Zeit Tag Team Partner und bester Freunde. Doch der ausbleibende Erfolg lies Steen verzweifeln. Er attackierte seinen einstigen Partner, sagte, er müsse ihn los werden, wie ein Alkoholiker Alkohol los werden musste. Kevin Steen war schon fast krankhaft davon besessen, seinen Tag Team Partner zu eliminieren, da er ihn schwach machen würde.

Kevin Steen hat diese epische Fehde sehr gut getragen. Er verkörperte diesen Man on A Mission zur Perfektion. Sowohl der epische Anspruch als auch die tragische Besessenheit finden sich in dieser Theme, die auf den ersten Blick nach einem Random Rock Song klingt, wieder. Unsetteling Differences eben.


Mittwoch, 12. Januar 2011

Die Fehde des Jahres 2010

Um dieses Jahr in meinen Geburtstag reinzufeiern (die große Party steigt morgen Abend) schaue ich das finale Match der Fehde des Jahres 2010. Welche Fehde das war?

Hier das Hype Video:


Ring of Honor hat mit dieser Fehde viel Mut gezeigt, sie haben sie perfekt gebookt, sie haben es geschafft, sie zu einem logischen, absolut epischen Ende zu führen. Ein Jahr für eine Fehde, so viel Kondition hat heute leider kaum eine Promotion ...