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Samstag, 17. September 2011

EPIC BATTLES #2: JOHN CENA vs ROB VAN DAM (ECW ONE NIGHT STAND)

John Cena in einer ECW Arena. Hammerstein Ballroom (bis heute), eine der Lieblingslocations der Indy-Wrestling Szene in der USA. Rob Van Dam fordert um den Titel. Ein Publikum, welches sich der radikal-glorifizierten Vergangenheit von ECW hingab, forderte Cenas Kopf. Ähnlich, wie bei Money in the Bank 2011, war das Publikum nicht nur parteiisch, sondern fanatisch gegen John Cena.

Es ist beachtlich, wie Vince McMahon es schafft, in seiner eigenen Veranstaltung dem Publikum genug Glücksgefühl zu verpassen, um seinen Posterboy auszubuhen. McMahon hat die Eier, sich und alles was er geschaffen hat, als Feindbild zu präsentieren, nur um eine kleine Halle voll fanatischer Fans glücklich zu machen. McMahon schafft es als die Mainstream-Ikone im Wrestling, von einer Anti-Mainstream-Bewegung zu profitieren. Doch die Schlacht zwischen John Cena und Rob Van Dam um den Titel war weit mehr. Das letzte mal, dass ein Wrestler so von dem Publikum vor Ort gehasst wurde, wie John Cena an diesem Abend, war wahrscheinlich Shawn Michaels in Montreal. Wobei das Publikum nicht so geballt, brachial, aggressiv und geladen seine Meinung kund tat.

Für jeden Rob Van Dam Fan ist dieses Match ein Muss. Für jeden, der John Cena nicht ausstehen kann, ist dieses Match ein Fest. Für jeden anderen ist es ein Beispiel dafür, wie begeistert ein Publikum von einem Wrestling-Match sein kann. „If Cena wins, we riot!“ stand auf einem Transparent – und keiner hatte daran zweifel!


Donnerstag, 21. Juli 2011

Wrestling Themes #3: Sabu - Suicidal (TNA) (WWE) (ECW)

Homicidal, Suicidal, Genocidal – Sabu. Sabu ist ein (selbst-)destruktives Mysterium. Allein die Tatsache, dass er nicht redet, erschafft um ihn eine Aura des Unbekannten. Allein die Narben, die seinen ganzen Körper schmücken, unterstreichen dies.

Eine Theme muss immer das Treffen, was das Gimmick ausmacht. Leider passiert dies viel zu selten, und so stechen die wahrlichen Treffer erst richtig raus. Sabu verkörpert diese Mystik, welche durch seinen Turban und seine aus Bombay, Indien beschriebene Herkunft, weiter unterstrichen wird.

Die Theme ist eindringlich: der Rhythmus sagt aus, dass hier ein Mann kommt, mit dem nicht zu Spaßen ist. Er verspricht brachiale Gewalt, erinnert an Kriegstrommeln, erinnert an den Gang eines Gladiators in die Arena. Die Blasinstrumente, welche übrigens die orientalischen Vorfahren der eigentlich in Nordwest-Europa beheimateten Dudelsäcke sind, verleihen dem ganzen noch die exotische Mystik, die den Charakter Sabu umgibt.