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Dienstag, 8. Februar 2011

Lohnt sich #2 - Claudio Castagnoli

Ihr schaut WWE, vielleicht auch TNA – doch ihr wollt euren Horizont Stück für Stück erweitern? Ihr wollt den Wrestler bereits kennen, der bei den großen Ligen debütiert und sich zuvor weltweit in den kleinen Ligen einen Namen gemacht hat? In dieser Reihe stelle ich Wrestler vor, die (bis auf evtl Try-Out Matches) nie in WWE und TNA waren, die es sich aber dennoch mehr als lohnt zu kennen.

In dieser Ausgabe möchte ich euch jemanden vorstellen, der sich selbst mal als Kreuzritter, mal als Money Holder und mal als einfach very European! Die Rede ist an dieser Stelle von keinem geringerem als Claudio Castagnoli.
Mit seiner Größe von 1,96m könnte der gebürtige Schweizer sich eigentlich auf seiner Statur ausruhen und sich auf ein Batista-Moveset beschränken. Doch Claudio macht seine Größe nicht zum Thema, sondern seine elitäre Herkunft Europa. So drückt er sich nicht nur immer sehr eloquent aus, sondern hat auch ein sehr umfangreiches Waffenarsenal, bestehend aus Suplexen, Uppercuts, Lariats und einem Finisher, den er die Ricola Bomb nennt (kein Witz!). Tatsächlich ist er sogar so athletisch, er hält den Rekord für die meisten Spins in einer Aktion (100, siehe Video) und den Rekord für den längsten Vertical Suplex (dabei hielt er 70 Sekunden lang Christopher Daniels Kopfüber in der Luft).



Very European ist bei ihm keine bloße Catchphrase – der Mann hat in Luzern das Licht der Welt erblickt und ist in Oberhausen erstmals in einen Ring gestiegen. Doch es blieb nicht lange nur bei der wXw: langsam breitete er sich über die Europäischen Ligen aus, konnte zwei Jahre nach seinem Debüt erstmals in der USA kämpfen und kam bereits 2003 zu CHIKARA, wo er bis heute nicht wegzudenken ist.
Sowohl als Singles- als auch als Tag Team Wrestler hat Castagnoli in seinen bisherigen 10 Jahren jede Menge an Erfolgen einholen können. Zusammen mit Ares bildet er die Swi$$ Money Holding, zusammen mit Chris Hero die Kings of Wrestling. Titel hielt er in RoH, CHIKARA, CZW, wXw, PWG und viele mehr. Zur Zeit ist PWG World Champion und RoH Tag Team Champion.
Mit der Bruderschaft des Kreuzes dominiert er schon seit ungefähr einem Jahr CHIKARA und es ist kein Ende seiner Dominanz abzusehen.



Castagnoli schreibt für die Power Wrestling eine Kolumne und ist bis heute, trotz seines arroganten Gimmicks auf dem Boden geblieben, reist von A nach B um Auftritt C zu machen und ist wegen seines Charisma, seiner unglaublichen athletischen Fähigkeiten und seiner Liebe zum Biz einen Blick wert. Es lohnt sich!


Sonntag, 30. Januar 2011

Lohnt sich #1 - Davey Richards

Ihr schaut WWE, vielleicht auch TNA – doch ihr wollt euren Horizont Stück für Stück erweitern? Ihr wollt den Wrestler bereits kennen, der bei den großen Ligen debütiert und sich zuvor weltweit in den kleinen Ligen einen Namen gemacht hat? In dieser Reihe stelle ich Wrestler vor, die (bis auf evtl Try-Out Matches) nie in WWE und TNA waren, die es sich aber dennoch mehr als lohnt zu kennen.

Und anfangen möchte ich die Reihe mit dem Mann, der von den Fans mit den Worten “Best in the World” begrüsst wird – ein Titel, der vor kurzem noch Daniel Bryan in den Indy-Ligen einnahm. Die Rede ist von Davey Richards – und er trägt den Titel zurrecht.
Davey Richards ist ein verbissener, Zielstrebiger Wrestler vom Typ „No Gimmick Needed“ - er kommt zum Ring und besiegt seine Gegner skrupellos. Er ist Technisch versiert und sein Arsenal beinhaltet viele Submissiongriffe, Suplexe und Highkicks.



Davey Richards hat seine Anfange in PWG (Pro Wrestling Guerilla), wo allgemein ein sehr direkter, Matchbetonter und harter Stil bevorzugt wird. Dort konnte er, nur ein Jahr nach sein Debüt, seinen ersten Titel (ein Tag Team Titel mit Super Dragon) gewinnen.
2006 gewann er das ECWA Super 8 Tunier, welches das vielleicht angesehenste Wrestlingtunier der Independent-Szene ist. Der Sieg war sein Sprungbrett zu RoH, nach Japan, nach Europa und schließlich an die Spitze der Indy-Szene.
Zusammen mit Eddie Edwards hat er das Tag Team „American Wolves“ geformt und dominierte mit ihm 2010 lange Zeit die Tag Team Szene, bis er nun auf den RoH World Championship.



Man wird Davey Richards wohl nie bei der WWE sehen – er selber hat mehrmals gesagt, dass er nie für die größte Promotion der Welt antreten wolle, weil er sich in den Indys zu wohl fühlt und weil er fürchte, von den Writern nicht richtig eingesetzt zu werden. Ob TNA oder weiterhin in den Indys – Davey Richards sollte man im Auge behalten.